Ärmelloses Top Sorbetto
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Der Weg zum perfekten Sommer-Schnitt: mein erstes „Sorbetto-Top“

Am 18. April habe ich in diesem Blogpost beklagt, wie abgetragen meine alten, noch gekauften Sommersachen sind. Wenn es nun plötzlich warm wird (obwohl ich nicht mehr daran glaube), habe ich nichts anzuziehen!

Da schrieb ich von meinen trial and error Versuchen mit Jersey-Stoff – geendet sind sie trotz positiver Aussichten bei error. Die Feiertage waren vorbei, ich war genervt von abstehenden Halsausschnitten und beschloss, mir und dem Jersey eine Beziehungspause zu gönnen.

 Gratis-Schnitt nachkonstruieren?

Pause von Jersey – ja. Die ebenfalls angepeilte Nähpause habe ich nicht lange durchgehalten.

Ich fand, nun ist der perfekte Zeitpunkt, um das Sorbetto-Top von Colette Patterns auszuprobieren. Sorbetto ist ein Gratis-Schnittmuster, zu finden und zu holen im Colette Patterns Shop (man muss sich nur vorher registrieren).

Sorbetto Top Skizze
Quelle: Colette Patterns

Ein schönes anfängertaugliches Projekt, viel besprochen und präsentiert in den Weiten des Internets, wandelbar – eine gute Ausgangsbasis für die Suche nach dem perfekten Sommerschnitt. Ich beschloss aber, mir nur die Nähanleitung herunter zu laden und den Schnitt selbst zu konstruieren. Nicht, weil ich Herausforderungen so sehr liebe – es schien mir in der Tat der einfachere Weg.

Den Schnitt im richtigen Maßstab ausdrucken, zusammenlegen, zusammenkleben, dann ausschneiden – und dann? anpassen, natürlich. Und zwar nicht nur den Brustabnäher verlegen…

Den Schnitt gibt es zwar in unglaublichen 13 Größen, aber die kleinste Größe, die von den Medien so verpönte Size Zero, geht hier von einer Brustweite von 84 cm aus. Ich habe aber 77 – das sind fast zwei Größen weniger!! Was wär das dann, die Doppel- oder die Dreifachnull?! Hm… Es ist ein komisches Gefühl, nicht in ein Raster zu passen.

An einem Samstag um 10:13 stellte ich mich an meinen Zeichentisch, um 10:56 war der Schnitt fertig und auch schon abgepaust. Es gibt nichts einfacheres zu konstruieren, als ein ärmelloses Top mit Brustabnähern.

Und hier das Gesamtoutfit!

Sorbetto Top mit Jeans und High Heels

Top: Viskose-Stoff mit Papageien-Print

Jeans: Diesel

Gürtel: Hugo Boss

Pumps: Evita

Das Nähen hat dann mit allen Unterbrechungen und drum und dran eine Woche gedauert, also bis zum nächsten Samstag. Am Sonntag konnten wir das Top in der  Lobby unseres Hotels in Rotterdam ablichten. Geplant war natürlich ein Shooting draußen, aber  bei 11 Grad mit eisigem Nordwind… 🙂 So entstanden also die ersten Indoor-Fotos in meinem Blog.

Sorbetto Top

Ich bin froh, die Nähanleitung des Tops ausgedruckt zu haben, ohne sie hätte ich einige Schritte umständlicher gemacht. Arg verschätzt habe ich mich in der Breite der Falte vorne – wenn ich meine Bluse mit der technischen Zeichnung von Colette Patterns vergleiche, könnte sie glatt 5 cm breiter sein. Aber so ist es doch auch hübsch.

Sorbetto Ausschnitt

Neues Top, neuer Schnitt

Ich bin sehr stolz auf mich und werde das Top sicherlich oft tragen. Für das nächste Modell (guess what! ich habe noch einen Vogelstoff, diesmal reine Seide!) werde ich den Schnitt allerdings neu konstruieren (mühsam nährt sich das Eichhörnchen 🙂 )

Ich werde die Schulter erhöhen, ich habe nämlich zwar breite, aber stark abfallende Schultern. Die Brustspitze des Grundschnitts gehört um 1,5 korrigiert (was das ausmachen kann! vor allem bei festem Stoff! Vielleicht war auch das eines der gravierenden Probleme  bei diesen Versuchen). Außerdem werde ich das Top etwas verlängern, da der leichte Sommerstoff zu gerne rauf rutscht.

Und – ich denke über kleine kurze Ärmel nach.

Ärmelloses Top Sorbetto
Daaa, seht ihr die Falten von der Schulter runter? Das ist, weil ich die Schulter im Grundschnitt nicht erhöht habe! Der Stoff staut sich in Halsnähe… Nevermind.

Ich bin noch nicht ganz überzeugt von der Kombi des fließenden Stoffs und der „abgeschnittenen“ Schulterpartie. Bei Jersey-Leibchen stört mich das gar nicht, aber sie zeigen auch mehr Schulter.

Ich finde gerade meinen Schulter- und Armbereich schön und gut proportioniert, aber diese Armausschnitte finde ich nicht sehr vorteilhaft und ich konnte es für mich noch nicht ausformulieren, warum. Grundsätzlich gilt aus meiner Sicht:

  • Einem Großteil der Frauen steht es, wenn die Schultern etwas betont sind (optisches Gegengewicht zu Taille und Hüfte!)

Dieses Modell hingegen lässt die Schultern schmäler wirken als sie sind. Kurze Ärmel würden hier die Schulterlinie fortführen und sie an ihrer natürlichen Stelle enden lassen.

Sorbetto Top Vogelprint
Nein, ich schau nicht so böse, weil ich mir über das Schulter-Problem Gedanken mache 🙂

Also der nächste Vogelstoff bekommt Ärmel und ich schaue dann, was mir besser gefällt 🙂 Vielleicht lasse ich euch sogar abstimmen 🙂

Und nun verlinke ich zu meinem geliebten MeMadeMittwoch und werde da gleich ein wenig stöbern bei meinem ersten Kaffee 🙂

Hose aus Woll-Seiden Mischung, Tweed
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Violett, orange und rosa – so trage ich die neue Hose!

Ich gehöre zu den Menschen, bei denen Tasche und Schuhe farblich nie zusammenpassen.

Es gibt ja bekanntlich solche und solche. Laut meinem Gefühl gehöre ich eindeutig zu einer Minderheit – egal, welches Land, welche Generation und welcher Verwandtschafts- und Bekanntengrad  – was hatte ich nicht schon mit Tipps zu kämpfen, wie:

Wundervolle neue Schuhe hast du! Taupe ist jetzt in! Jetzt musst du nur noch die passende Tasche in Taupe finden!

Schau, du hast doch diese tolle blau-weiße Tasche – ich habe heute bei meinem Spaziergang direkt neben dem einen Geschäft gleich bei der U-Bahnstation, du weißt schon, hinter der Straßenbahnlinie, blau-weiße Schuhe entdeckt – du musst gleich morgen hin und sie kaufen!

Deine roten High Heels sind so schön! Ich habe heute den ganzen Vormittag auf Zalando gestöbert und endlich eine perfekte rote Tasche dazu gefunden! Wart, ich schick dir den Link!

Ähm, ja. Danke. Schau ich mir an.

Es gibt nicht nur Farben! Die Kinder lernen im Kindergarten Farben, rot, gelb, und blau, und weiß was ich noch, aber sie lernen auch: matt und glänzend, flauschig und glatt, und dann gibt es noch voluminös und kompakt, schlicht und üppig, und und und… Es ist eine unendliche Spielwiese.

Soviel zu Schuhen und Taschen – und wenn dann noch ein andersfarbiger Gürtel dazu kommt? Empfindliche Gemüter, jetzt bitte wegschauen 😀

Hose aus Woll-Seiden Mischung, Tweed

Das Outfit:

Tweedhose aus einer Woll-Seidenmischung, selbst konstruiert in der Modeakademie.

Hemdbluse: auch selbst konstruiert, und hier vorgestellt.

Gürtel: Hugo Boss und noch zu haben (Zalando)

Schuhe: Pas de Rouge

Tasche: DKNY, meine große Liebe

Die Tweedhose

Es ist meine zweite Hose, die ich genäht habe – und dann gleich auch noch selbst konstruiert!

Es war ein angenehmes und relativ schnelles Projekt. Das Schnittmuster hat auf Anhieb gepasst, was meine Lehrerin im Kurs sehr erstaunt hat – ich habe wohl eine richtige „Hosenfigur“. Dem Grundschnitt habe ich ordentlich Weite dazugegeben, um eine richtige Businesshose zu bekommen – die nächste Hose werde ich aber wieder enger machen. Es ist doch etwas ungewohnt.

Tweedhose Passform von hinten

Die seitlichen Eingriffstaschen waren gar nicht schwer zu nähen – die würde ich am liebsten nun überall einsetzen! Und, oh, jetzt weiß ich, wozu die ganzen Baumwollschnipsel gut sind, die ich immer aufhebe!

Buntes Taschenfutter, Tweedhose

Alles in einem bin ich sehr glücklich und stolz auf mich. Ich habe ein komplettes Outfit fürs Büro genäht – businesslike und maßgeschneidert. Jahrelang habe ich außer Kleidern nur Jeans und Jersey-Tops ins Büro getragen. Kaufhosen und -Röcke alle viel zu groß, und die Passformprobleme mit Blusen habe ich ja auch schon beschrieben.

Nun habe ich aber das Schnittmuster, dass ich unendlich optimieren und reproduzieren darf 🙂 Ein dünner grauer Wollstoff liegt auch schon gewaschen und wartet auf den Zuschnitt. Ich muss mich nur noch entscheiden, ob ich das Taschenfutter diesmal  in mint oder weinrot haben möchte…

Tweedhose Outfit mit Gürtel Hugo Boss

Und wie sieht es mit euch aus? Ich bin gespannt 🙂

Schuhe-Tasche-Gürtel, was soll zusammenpassen? Die Farbe? Die Textur? Der Stil? Oder kann man eh alles tragen, wie einem der Sinn danach steht 😀

Und was habt ihr schon alles an Business Kleidung genäht?

Ich präsentiere das Outfit wieder mal beim MeMadeMittwoch, wo auch die heutige Gastgeberin Dodo ihre Lust auf Farben vorstellt…

 

Roch aus Seidenchiffon von Valentino
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Mein Frühling in Mint – Seidenchiffon von Valentino

Das Motto des heutigen MeMadeMittwochs ist „Frühlingserwachen“ – wie schön, und genau rechtzeitig, denn der Frühling meint es heuer wirklich gut mit uns! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Anfang April kurze Ärmel getragen hatte…

Außerdem habe ich heute noch eine Premiere – wie kommt es, dass mein Blog „Seide“ im Namen hat und ich noch kein Kleidungsstück aus Seide vorgestellt habe? Hier ist es – mein Rock aus Seidenchiffon von Valentino!

Seidenchiffon Valentino

Frühlingsoutfit in Mint

Rock: Seidenchiffon von Valentino und leichtes Viskosefutter. Kein Schnittmuster, einfach die ganze Stoffbreite eingereiht (2x Hüftbreite hätte es aber auch getan! 🙂 )

Top: Dill Tee von We are Knitters aus peruanischer Baumwolle

Es erforderte viel Mut, den Stoff zu kaufen 🙂 Meine erste Seide, und dann auch noch Designerware! Zum Glück braucht man für so einen Rock nicht viel Stoff; hier sind ca. 85 cm – absolut restlos verarbeitet.

Der Chiffon ist sehr dünn, sehr leicht und absolut durchsichtig – hier war ein Futter ein Muss. Ich habe mich für einen sehr leichten, aber weniger durchsichtigen Viskosestoff im absolut gleichen Farbton entschieden.

Bei zwei so filigranen Stoffen war an die Overlock natürlich nicht zu denken – ich habe die Enden vor dem Zusammennähen verarbeitet. Da die Stoffbahnen schön im Stoffbruch zugeschnitten waren, konnte ich den Stoff direkt unter der Nähmaschine zwei Mal knapp umschlagen und mit viel Zug ohne Stecknadeln versäubern.

Fürs Einreihen habe ich den Oberstoff und das Futter aufeinander gelegt und wie einen Stoff bearbeitet. Zum Schluss kamen der Bund rauf und der Nahtreißverschluss rein. Beim Bund ausmessen hab ich mich heillos verschätzt – da kam einfach alles zusammen: ich war gerade in meiner „molligeren“ Phase, vielleicht auch noch angegessen beim Ausmessen? Dann habe ich aus irgendeinem Grund 1 cm für die „Bequemlichkeit“ zugegeben – das mache ich normalerweise nie! Ich schneide den Bund immer 1:1 zu! Möglich ist auch, dass ich den Reißverschluss zu knappkantig eingesetzt habe…

Als Folge rutscht der Rock als Ganzes runter und der vordere Bund noch zusätzlich ein Stückchen 🙂

Dilltop von We are Knitters

Lessons Learned für einen zarten Seidenchiffon

Für einen wunderschönen Rockfall hätte ich heute noch etwas anders gemacht, und zwar:

Ich hätte einen deutlich festeren Futterstoff genommen, mit viel Eigenstand. Den hätte ich als halben Teller zugeschnitten, damit er schön schwingt, aber in der Taillengegend nicht aufträgt. Dann hätte ich den Chiffon darauf eingereiht. Also, ich glaube, das wäre die perfekte Lösung, und die werde ich auch ausprobieren 🙂 Muss glatt schauen, ob es auch heuer schöne Chiffonstoffe im meinem Lieblingsstoffladen gibt…

Meine Kompromisslösung

Was machen zwei hauchdünne Stoffe, auch wenn man sie zusammennäht? Überraschung – sie hängen wie ein Putzlappen runter! Der Rock hing gar so traurig, dass nicht einmal die schönen Lotusblumen zu erkennen waren! Da aber aufmachen und neu machen so gar nicht mein Ding ist, habe ich kurzerhand ein Crinoline-Band ans Futter genäht:

Crinoline Band

Nun hat zumindest der Saum den richtigen Stand und der ganze Rock schwingt mit:

Schwingender Seidenrock

Das Problem bleibt, dass der Rock als Ganzes einfach zu leicht ist – ich kann ihn leider nicht wirklich zum Tanzen anziehen, und wenn ich ihn im Alltag trage, muss ich immer daran denken, schöne Unterwäsche anzuziehen 😀 Mit einem halben Teller als Unterrock wäre das Outfit wesentlich jugendfreier.

Und das Top?

Hach, auch da hab ich mir so richtig viel Mühe gegeben:

Schöne Knöpfe mit Tieren

Was soll ich sagen, ich liebe Blumen, Vögel, Tiere… und die Farbe Mint!

Ansonsten gibt es über das Top nicht viel zu sagen. We are Knitters ist ein Unternehmen mit absoluten Marketing-Genies im Team, da könnte man richtig neidisch werden. In der Vermarktung stimmt einfach alles – angefangen mit Strategie, Konzept bis hin zur letzten Verpackung der Stricksets.

In meiner Rolle als Endverbraucher kann ich hingegen nicht so viel Begeisterung aufbringen. Die Wolle scheint mir überteuert, die Anleitungen nicht fertig ausgearbeitet (nur eine Einheitsgröße?! wtf) und überdies nicht wirklich anfängerfreundlich. Und Anfänger sind es ja, die von ihnen angesprochen werden – meine erfahreneren Leserinnen werden vermutlich schon anhand der Bilder wissen, wie der Pulli zu stricken ist.

Dill-Tee We are knitters

Wie bin ich Zwergerl mit der Einheitsgröße zurechtgekommen? Als Feststrickerin fiel es mir leicht: meine Maschenprobe war viel zu klein und somit genau richtig für mich. Ehrlich gesagt, finde ich das Top im Original recht lose gestrickt, ich mag es, wenn Gestricktes etwas Stand und Substanz aufweist 🙂

Gesamtes Outfit in Mint

Alles Liebe, und schaut bitte unbedingt am heutigen MeMadeMittwoch vorbei! Ich bin schon sehr gespannt auf alle blumigen, luftigen, romantischen und bunten Frühlingsoutfits!

Shirt mit Eule und schmale Hose
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Warum eine 7/8 Hose eigentlich altmodisch und wunderbar weiblich ist

«Ich lieb‘ auch deiner Füße Paar,
Wenn sie in Gras und Blumen gehn;
In einem Bächlein sommerklar
Will ich sie wieder baden sehn!»

«Auf dem besonnten Kieselgrund
Stehn sie wahrhaftig wie ein Turm,
Obgleich der Knöchel zartes Rund
Bedroht ein kleiner Wellensturm!»

Gottfried Keller, Trauerweide

Also ich liebe, liebe die neue Modeerscheinung, die eigentlich gar nicht mehr so neu ist – verkürzte Hosen in der kalten Jahreshälfte, die knapp über dem Knöchel enden und so das zarteste Körperteil einer Frau entblößen, dem Winterwind zum Trotz.

Das ist so wunderbar altmodisch, so jung der Trend auch sein mag. Zusammen mit den lässigen Oversize-Oberteilen, die wir jetzt in den Zehnerjahren tragen, ergibt es eine Silhouette, die den Fokus von der Taille und Hüfte wegbringt und den Blick auf die schmalen weiblichen Fesseln lenkt.

Kommt uns die Intention nicht irgendwie bekannt vor? Hier zum Beispiel ein Empire-Kleid, Anfang 19. Jahrhundert:

Empire-Silhouette - eine tanzende Frau
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Empire_silhouette

Na gut, vielleicht habe ich zu weit hergeholt. An mir wirkt das Outfit eher androgyn, aber ich mag es 🙂

androgyn - verkürzte Hose und Eulenshirt

Schön weil unpraktisch?

Der Grund, warum ich diese coole Hose auf diese stylische Art und Weise diesen Winter sehr selten getragen habe ist simpel: es war grauslich und kalt. Es hat sich doch nichts verändert in all den Jahrhunderten der Modegeschichte – die Trends werden im vollen Ausmaß vor allem von jenen Bevölkerungsschichten mitgetragen, die keinen normierten langen Arbeitstag haben. Wie könnte man auch im Korsett Gras mähen? In der Rapper-Hose der Neunziger (mit Kreuznaht in der Kniegegend und tiefer) am Bau arbeiten? Mit nackten Knöcheln bei -8 auf die U-Bahn warten, die ab 22:00 nur alle 15 Minuten fährt?

Das T-Shirt mit Eulenaufdruck aus einem Jersey-Rest habe ich selbst konstruiert.
Wer errät als Erster, wo das Foto entstanden ist? :))

Das Outfit wirkt nicht, wenn man obenrum eine winddichte fix zugemachte Parka mit einer Haube und Kapuze obendrauf trägt. Wettertechnisch perfekt ausgerüstet, nur hat man das letzte Paar saubere Socken schon gestern anziehen müssen.

Die verkürzte Hose verlangt nach einem offenen Mantel, handschuhfreien Händen,  einer lässig in den Nacken geschobener Haube. Zumindest irgendwas davon.

Hier habe ich auf jegliche Oberbekleidung verzichtet, immerhin ist es ja schon März, zum Glück. Ich werde das Outfit nun genau so richtig oft tragen, auch wenn die Hose nicht (mehr) richtig sitzt. Dazu gleich mehr.

Verkürzte Hose, Eulenshirt, kurzer Blazer

Schnittmuster

Hose: Burda 2/2016, auch hier gezeigt.

Eulenshirt: Weites Shirt mit angeschnittenen kurzen Ärmeln, selbst konstruiert.

Das Shirt ist genäht aus einem Viskosejersey-Rest, kaum größer als 60 cm. Daher ist auch das Halsbündchen aus einem anderen Jersey zugeschnitten.

Ja, ich weiß. Die Hose passt nicht richtig. Viel Mehrweite vorne. Sie hat mal perfekt gepasst, ich kann es selbst kaum glauben. Hatte keine einzige Falte vorne – bei der ersten Anprobe habe ich fast gejubelt.

Meine Taillen- und Hüftmaße sind leider sehr volatil und reagieren auf jegliche Gewichtszu- und Abnahme. Ich werde einfach wieder mehr essen und mir weniger Sorgen machen und dann passt die Hose schon wieder. Ich würde nämlich nur ungern eine neue nähen – das war das erste Projekt, bei dem ich Stunden getrackt habe und bin auf insgesamt 30 gekommen. Bumm, bin ich langsam!

Hose - Schnitt von Burda, T-Shirt - selbst konstruiert

Dieses Lieblingsoutfit von mir darf am heutigen MeMadeMittwoch teilnehmen – dort zeigt Wiebke ihr Frühlingskleid in Herbstfarben… Und auf die Kreationen von allen anderen freue ich mich auch schon sehr!

 

Handschuhe babyblau, himmelblau
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Das i-Tüpfelchen: Handschuhe in Babyblau

Und weil es so viel Spaß macht, mache ich heute wieder mal beim Memademittwoch mit, erstmals mit einem richtigen Frühlingsoutfit!

Darf ich vorstellen:

  • Bluse aus Baumwollstretch, nach diesem Schnittmuster von Burda.
  • Bleistiftrock aus stretchigem Wollstoff, selbst konstruiert.
  • Und – und: Handschuhe!! Ich habe selbst Handschuhe genäht!! Schnittmuster: natürlich Burda.

Outfit: babyblue suede gloves, pencil skirt

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich habe mir mein Leben lang ellbogenlange Handschuhe aus babyblauem Veloursleder gewünscht. Aber eines schönen Morgens vor einigen Wochen, als ich beim ersten Kaffee flüchtig die Nachrichten aus aller Welt durchscrollte, wusste ich: DIE brauche ich. Ein Sublimationswunsch, in Anbetracht dessen, was ich mir sonst in Bezug auf Weltgeschehen wünschen würde? Gut möglich.

Also raus aus dem Nachrichtenportal und rein in die Webshops.

Kaufen? Unmöglich!

Ich habe es auch offline versucht. 4 Geschäfte mit erstklassiger Beratung und ebensolchen Preisen. Nach etwa einer Woche wusste ich: selbst wenn es eine Möglichkeit gäbe, diese Handschuhe, genau so, wie ich sie vor meinem inneren Auge sehe, käuflich zu erwerben, würden sie mehr kosten, als jedes Outfit von mir, das sie komplettieren würden.

Und nach noch einer Woche kaufte ich diesen herrlichen 60er Jahre Mantel mit 7/8 Ärmel.

60ies blue coat and babyblue gloves
Retro-Oberbekleidung ohne Handschuhe tragen? Geht gar nicht!

Verkürzte Mantel- und Jackenärmel schreien nach Handschuhen, und Retro-Mäntel sowieso. Ich brauchte also passende Handschuhe – in meiner Welt existierten seit ein paar Tagen nur die. Himmelblaue ellbogenlange Handschuhe aus zartem Velourleder.

Also fasste ich mir ein Herz. Und kaufte 40 cm Veloursleder-Imitat im Wert von einem Cocktail oder zwei Tassen Kaffee beim Bäcker. Damit es nicht so weh tut, wenns doch nicht klappt.

Keine Angst, meistens klappt es doch

Als absolutes Anfänger-Projekt würde ich es nicht bezeichnen. Ich fand es witzig, dass mir ausgerechnet das Vorgänger-Projekt, die Bluse mit Manschetten, guten Dienst für die Handschuhe geleistet hat.

Daumen einsetzen ist nämlich ein ähnlicher Spaß wie Ärmel einsetzen, nur im Puppenformat. Und die Keile zwischen den Fingern sind ähnlich tricky zu nähen wie der Manschettenschlitz. Ich habe im Durchschnitt jede dritte Naht nachgebessert/neu genäht.

Das heißt, ich muss noch etwas üben bevor ich mich an echtes Leder wage, denn dieses kann nicht einfach so aufgetrennt und neu vernäht werden.

Kleiner Tipp für das Nähen von Handschuhen

Ich habe kleine Hände und dementsprechend die kleinste Größe genäht. Besser wäre es, eine halbe Größe raufzugehen, denn: Nahtzugabe 2mm!

Burda, are you kidding? Meine Nähmaschine und ich haben uns Mühe gegeben. Wir waren ehrlich bemüht… und so weiter, wie in einem schlechten Arbeitszeugnis 🙂

Während ich genäht habe, dachte ich aber nur, hoffentlich passen die Finger da rein!  – Nahtzugabe 5 bis 7 mm war das kleinste, was ich zustande gebracht habe. Ja, sie passen. Aber hier ist der Tipp für alle Nachmacher: die größere Größe nehmen und entspannen 🙂

Selbstgenähte Handschuhe

Noch ein paar Details

Der Rock hat einen Schlitz! Unbedingt notwendig, denn er läuft nach unten schmäler zu. Sehr große Schritte kann ich damit dennoch nicht machen, aber wer macht schon große Schritte, während man lange Handschuhe trägt!

Bleistiftrock mit Schlitz und Mantel im 60-er Jahre Stil

Die Bluse: Das ist ein Maiglöckchen-Druck! Meine Vorliebe für Flora und Fauna auf Stoffen blüht und gedeiht (hihi), und dieser Stoff war Liebe auf den ersten Blick! Die Bluse wird in den kommenden Monaten noch oft getragen werden…

Bluse Maiglöckchen himmelblaue Handschuhe

Ich kann das Schnittmuster für die Bluse übrigens uneingeschränkt empfehlen. An einem Tag genäht, ist die Bluse lässig und bequem wie ein T-Shirt, wirkt aber viel „angezogener“. Ich habe diese Bluse bereits zwei Mal genäht, und es folgen eventuell mehr. Den Querbalken am Rücken habe ich aber jedes Mal weggelassen, ein schöner großer Rückenausschnitt ist Blickfang genug, finde ich 🙂

Alles Liebe und viel Spaß beim MeMadeMittwoch am Weltfrauentag!

 

Vintage Kleid
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Vintage Vogue Kleid

Von vielen Nähkolleginnen weiß ich, dass sie den Sprung in die selbstgenähte Retro-Kleidung oft erstmals über die festliche Garderobe wagen. Vor allem die hyper-femininen Linien der 50er Jahre Schnitte sind wie geschaffen für einen glanzvollen Auftritt bei einem besonderen Anlass.

Im Alltag ist es etwas anderes… Wie wirkt ein Vintage-Kleid im Büro der Zehner Jahre? Fühlt es sich anders an, Excel, SAP & Co im Petticoat zu bedienen?

Ich wollte es herausfinden, seit meiner ersten Nähstunde. Nach meinen ersten drei Röcken, die allesamt ohne Abnäher, Futter und sonstigem technischen Firlefanz ausgekommen sind, fühlte ich mich endlich soweit und bestellte das Schnittmuster  Vogue Vintage 1084. Meine damalige Nählehrerin hat nur traurig gelacht… „Alles ist möglich, es wird nur lange dauern“, meinte sie. Ach, was sind schon fünf Monate auf dem Weg zu einem Traum!

Ja, so trage ich das Kleid im Alltag, das ist bei mir gleichbedeutend - im Büro )) Das geniale Jäckchen ist gekauft und braucht schon langsam seinen Ruhestand - nicht, bevor ich es nachgenäht habe!
Ja, so trage ich das Kleid im Alltag, das ist bei mir gleichbedeutend mit – im Büro )) Das geniale Jäckchen ist gekauft und möchte sich eigentlich schon in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden – doch zuerst muss ich es nachnähen! Drunter trage ich einen Petticoat – im Winter wärmt er ganz gut…

Die Ausführung

Davon habe ich zwei Monate nur mit Anpassungen verbracht… Leider, leider sind die Vogue-Schnitte wohl nicht ganz das Richtige für mich. Hätte ich drei Körbchengrößen mehr Oberweite, hätte das Kleid in der kleinsten Größe auf Anhieb perfekt gepasst…

Stoff: In der Beschreibung zum Schnittmuster steht „Taftseide, Dupionseide, leichte Stoffe“… Für mich musste es ein „Alltagsstoff“ sein, ganz klar. (Irgendwann… trage ich auch Seide im Alltag )) Vielleicht keine Taftseide). Also griff ich zum schweren dunkelgrünen Wollstoff vom Abverkaufsstand. Abverkauf, da ich noch so unerfahren und das Kleid ein richtiger Stofffresser war. 2,70 Meter habe ich gekauft und es ist nicht mal ein Fitzelchen übrig geblieben!

Vogue Vintage Kleid

Lessons Learned

Das Technische lasse ich hier mal beiseite 🙂 Seien wir uns ehrlich: das Kleid ist genäht von meiner Nählehrerin, nur eben mit meinen Händen. Ich nähte von Punkt A nach Punkt B, verklebte die Strecke von C nach D mit Vlieseline, trennte die Naht zwischen den Punkten E und F wieder auf… Was schade ist, denn ich werde mich wohl nie trauen, das Kleid noch einmal zu nähen, obwohl es von meinem heutigen Standpunkt aus gar nicht sooo schwierig wäre…

Alles zu seiner Zeit! Eigentlich bin ich jemand, der auf kleine Schritte setzt, einen Fuß nach dem anderen, sei es beim Nähen, Laufen, Tanzen… Hier war mein Wunsch stärker, als die Vernunft.

Dennoch möchte ich den schönen Bildern ein paar Überlegungen hinzufügen. Ich trage das Kleid seit mittlerweile fast zwei Jahren, und das oft und sehr, sehr gern. Zwei Nähte habe ich bereits flicken müssen (das sind natürlich die, die ich beim Nähen 2-3 Mal wieder aufgetrennt hatte!). Es fällt wunderschön, es ist weiblich, es hält warm im Winter, es passt zu mir.

Trotzdem: kommen wir zu den Lessons Learned – was könnte man besser machen?

Nur eine Kleinigkeit: Taillenweite

Die Schnittmuster der 50er zelebrieren die absolute Weiblichkeit. Die Betonung der Taille ist ein Markenzeichen – egal, ob bei eng anliegenden Wiggle-Kleidern oder bei Kleidern mit weit ausladenden schwingenden Röcken.

Das heißt – wenn ein dermaßen dicker und schwerer Stoff zu einem Vintage-Kleid verarbeitet wird, muss die Taille richtig fest sitzen. Der Bauch darf am Abend wieder raus und rein in die Jogging-Hose, versprochen.

Was hier gar nicht geht, sind großzügige Bequemlichkeitszugaben im Taillenbereich. Da der Stoff so dick und fest ist, macht er immer, was er will – in diesem Fall eine neue Taille.

Vintage Kleid von hinten

Und so habe ich statt 60 – 68 cm (je 4 cm könnte man noch auf jeder Seite wegnehmen). Kein Drama, ich weiß… Aber warum wertvolle „Schlankmacher-cm“ verschenken, noch dazu, wenn man, wie ich, nicht einmal 1,60 groß ist?

Die Länge!

Die wahren Vintage-Liebhaber unter euch werden es schon bemerkt haben: die Kleidlänge ist nicht authentisch! Bedeckt gerade mal so die Knie! Ein Kleid, das Diors New Look nachempfunden ist, endet wo? Genau – 30 cm über dem Boden! Egal, wie groß oder klein eine Frau ist.

Ja, pfff, hab ich mir damals gedacht. Ich bin nur 1,59 groß, für mich gilt das nicht. So eine Länge ist unvorteilhaft. Knielang passt immer.

Es passt in der Tat immer, aber es ist nicht in jedem Fall – optimal. Nach zwei Jahren Tragezeit und dieser Fotoserie sehe ich deutlich, dass die authentische Dior-Länge hier mehr für mich getan hätte.

Sehen wir genauer hin – die Taillennaht ist, wie es damals üblich war, um 1,5-2cm gesenkt. Das ist ein weiterer Trick, um die Dame schlanker erscheinen zu lassen. Die modernen Schnittmuster platzieren gerne exakt an der schmalsten Stelle einer Frau eine Raffung oder einfach nur die Rocknaht. Hier darf das Auge hingegen gerne auf der Taille verweilen und sogar ein wenig runter wandern, wo sich bereits eine sanfte weibliche Rundung Richtung Hüfte ankündigt. Erst dann kommen die üppigen Falten, die wohlbemerkt nur seitlich und hinten platziert sind, die vorderen Rockbahnen sind nur leicht ausgestellt. Ein Meisterstück, dieses Schnittmuster!

Vintage Kleid Taille

Sehr raffiniert, diese Taillenlinie – aber was macht sie mit dem Oberkörper? Richtig, sie verlängert ihn. Was passiert dabei mit den Beinen? Sie werden kürzer. Schrecklich, oder? Ein Kleid, das die Beine verkürzt?.. Nicht, wenn man sich an die „Originallänge“ hält!

Die Rocklänge muss deutlich länger als der Oberkörper (genau gesagt, die Länge zwischen Schulter und runtergesetzter Taille) sein. Dann ist alles wieder richtig und an seinem Platz: schlanke Taille, weibliche Hüften, schwingender Rock, schmale Fesseln (sie sind IMMER schmal, wenn man als Vergleichsobjekt den 2 Meter-Rock weiter oben hat!). Die Silhouette stimmt wieder – und sie ist im Zweifelsfall immer wichtiger, als die absolute Körpergröße.

Hmmm, vielleicht sollte ich das Kleid doch noch einmal nähen…

Die Details

Ich liebe diese Brosche, gerade in Verbindung mit dem hohen Halsausschnitt! Gekauft bei Etsy.
Ich liebe diese Brosche, gerade in Verbindung mit dem hohen Halsausschnitt! Gekauft bei Etsy.
Auch ein wenig Vintage: Schuhe von Poetic Licence.
Auch ein wenig Vintage: Schuhe von Poetic Licence.

Und weil mich einige bei meinem ersten Vintage-Outfit gefragt haben, welche Oberbekleidung ich im Winter dazu trage: ich habe derzeit eigentlich nur die tolle – not! schwarze Steppjacke, herrlich leicht und bequem, im tollen Schwarz, das mir so gar nicht steht 🙂

Das Tuch in Mint ist natürlich selbst gestrickt!
Das Tuch in Mint (ja, Mint! Sorry für die Überbelichtung, das Licht war blöd an dem Tag…Oder ich 🙂 ) ist natürlich selbst gestrickt! Dieses Outfit ist natürlich eher für +8° denn für -8° tauglich… Wurde diesen Winter daher noch nicht so oft ausgeführt.

Das ist mein längster Blogpost bisher, somit ist es höchste Zeit, mich zu verabschieden – ich wünsch euch viel Spaß beim Stöbern in den heutigen MeMadeMittwoch Kreationen!

blaues schmales Kleid
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Blattadern in Blau – ein elegantes Jerseykleid

Als ich den Jersey in der „Sale“-Auslage meines Lieblingsstoffgeschäfts gesehen habe, wusste ich: der ist für mich. 4 Euro pro Meter, rauchiges dunkles Blau, und das Blatt. Ein riesiges Blatt, ein Meter hoch und ein Meter breit, durchzogen von Adern. Eines der schönsten Stoffe, die ich je gesehen habe… Das musste ein Kleid werden.

Auch wusste ich – da wird gestückelt, bis nichts mehr übrig bleibt vom Blatt. So schön es auch ist – ich bin leider/gottseidank nicht ein Meter breit, und – wofür war der Stoff mit dem Riesen-Rapport eigentlich gedacht? Ich kann mir keine Vorhänge oder andere Heimtextilien aus Jersey vorstellen…

Also wurde das Blatt zerstört, es musste schließlich ein urbanes Kleid fürs Büro werden; die Adern sollten weiterhin die fragile Ästhetik der Anatomie zur Schau stellen, ohne sich auf die konkrete Natur zu beziehen.

Jersey Kleid

Die Ausführung

Ausgegangen bin ich vom Modell 3B der Burda Easy Herbst/Winter 2015. Da steht was vom figurnahen Schnitt, und Jersey-Kleider sind in meinem Kopf immer eng geschnitten.

Ähm… insgesamt waren es um die 12 cm, die ich rund um die Taille, und sicher so an die 6 cm im Brustbereich, die ich weggenommen habe. Nur die Ärmel samt den Armausschnitten habe ich lassen können, wie sie sind – Burda hat immer schön schmale Ärmel!

Das Blattstiel habe ich exakt in der Körpermitte platziert, die Ärmel habe ich stückeln müssen – natürlich habe ich wie immer zu wenig Stoff gekauft. Exakt ein metergroßes Blatt 🙂

Und so trage ich es momentan im Büro. Zugeknöpft im (Kauf-)Blaser.

Jersey-Kleid mit Blazer
Habe ich erst mal den Blazer an, bin ich plötzlich viel weniger entspannt ))

Ändern oder so lassen?

Alles in einem ist es ein schönes Kleid geworden, wenngleich es mich nicht so glücklich macht, wie ich es gehofft habe. Der Jersey hält warm und fühlt sich angenehm an, wird aber schnell elektrisch und klebt zwischen den Beinen, meh.

Ich habe es schon oft getragen, aber mich darin nie so richtig „wow“ gefühlt. Irgend etwas hat mich immer gestört, das ich nie genauer benennen konnte. Eine Erleuchtung hatte ich, als ich dieses Foto vom „Shooting im schmutzigen Schnee“ gesehen habe:

Jersey-Kleid: Passform
So schrecklich das Foto auch ist – hier kommen die gestückelten Ärmel gut zur Geltung!

Meh. Es ist mir immer noch – zu groß. Schräge Falten in meinem (Hohl-)Kreuz, Falten unter den Armen… Dadurch, dass das Kleid nicht mal am Popsch richtig anliegt, formt das Blattmuster komische Kurven, die der Figur nicht wirklich schmeicheln.

Ich könnte die Rückennaht noch verschmälern. Mehr als 2-3 cm werden aber wohl nicht drin sein, und die Seitennähte könnten sich arg nach hinten verziehen… Soll ich, soll ich nicht? Ich habe so viele schöne neue Stoffe, die auf die Verarbeitung warten, andererseits, um das Kleid, das mir wirklich gut steht, ist es auch irgendwie schade…

Ganz viele richtige „Wow“-Projekte hat wie immer der MeMadeMittwoch zu bieten – viel Spaß beim Stöbern und ich hole mir auch gleich ein paar neue Inspirationen!